HOF AVERMANN - EINE BESONDERE HEIMAT

Eine Fotoreportage Produziert im Auftrag der Familie Avermann.

Das Zuhause der Familie van Dijk. 
Der antike Frecklinghof im Tecklenburger Land ist einer der letzten echten Bio-Bauernhöfe.
Doch nicht nur das. 100 der besonders seltenen Blaarkop Rinder finden auf dem 150 Hektar großen Areal platz. 
Das schaue ich mir genauer an und erlebe einen spannenden Tag in einem beeindruckendem Reservoir für Mensch, Tier und Natur.

Monika und Chiel van Dijk sind die Betreiber des Hofes. Beide sind Anfang 30 und kommen ursprünglich aus den Niederlanden. 
Chiel kümmert sich überwiegend um alles, was auf dem Hof anfällt. Monik kümmert sich größtenteils um die Kinder 
und packt wenn die Zeit es zulässt auch außerhalb des Hauses mit an.

Hier leben 150 Gesunde Hähnchen, die sich auf einer Fläche von über 140 Hektar durchgehend frei bewegen können.
Zum Geflügel gesellen sich 100 Stück Rindvieh, 25 Schafe und einige Schweine.

Martin (31) ist Hilfsarbeiter auf dem Hof. Seine Aufgabe am Morgen: Für die Tiere das Frühstück zubereiten und austeilen.
Der 'Frecklinghof' ist jeden Samstag auf dem Osnabrücker Wochenmarkt vertreten. Dort kümmert er sich auch um die Produkte, zu denen Fleisch, Milch, Käse und Brot gehören. 
 

Die meiste Stallarbeit ist zu diesem Zeitpunkt bereits getan. Eine Pforte steht einen Spalt weit auf. Dort entdecke ich einige junge Kälber.
Ein frisches Ei liegt in einer Legebox. Der Hof Avermann mit der Hausnummer 30 ist eine Welt für sich.
Familie van Dijk züchtet hier die seltenen Blaarkop Rinder.

Claudia ist Hilfsarbeiterin der Ledder Werkstätten.
Sie packt kräftig mit an und kümmert sich mit Begeisterung um Kuh, Kalb und Stall.

"Ab und an geht es auch mal ruppig zu", sagt sie. "Die Blaarkop-Rinder können auch Starrköpfig sein." 
Ich habe großen Respekt vor ihrer Arbeit, die körperlich sehr anstrengend ist. 
"Besonders das händische abmelken" ruft Claudia über den Zaun.
Erstaunlich wie viel Leidenschaft sie für ihren Beruf aufbringt.


Wer mehr zum Informationen zum Blaarkop Rind erhalten möchte, wird hier fündig.

Happy Faces - Monik und Chiel können mit ihrem Hof auf eine 100-prozentige Kreislaufwirtschaft blicken.
Auf 150 Hektar kommen ca. 100 Rinder, die sich auch in den Wäldern aufhalten können. 
Die Grünflächen bleiben durch die dünne Besiedelung intakt und sind nicht auf industrielle, großflächige Düngung angewiesen.

Einige hundert Meter weiter sorgt Chiles Schäferhund dafür, dass die Herde für ein Foto auf der Stelle stehen bleibt. 
Ich kann mich den Schafen nähern, ohne das sie sich bewegen.

Die Schafherde ist sein größter Stolz. Der gelernte Tierwirt kennt sich aus. Die Kunst der Schäferei beherrscht er perfekt.
Herdenhund Ben ist präzise abgerichtet. Der Border-Collie/Schäferhund Mischling treibt die Lämmer gekonnt von Ost nach West.

Fazit
Ein beeindruckender Einblick und ein gutes Beispiel wie Leidenschaft und Hingabe dem Tierwohl zugute kommen.
Keine Massentierhaltung und keine Überproduktion. Alle Tiere machen einen wunderbaren Eindruck,
der durch die beeindruckende Arbeit der Familie Van Dijk und ihre Helfer noch einmal unterstrichen wird.
Besonderer Dank geht an Frau Dr. Maike Keller und Herrn Kurt Avermann für das ermöglichen dieser Reportage. 

Text und Fotos: Julian Morris
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