72H Porto


Schon früh wurde mir klar eines Tages viel reisen zu wollen. 

Nachdem ich bereits in Lissabon die Kultur Portugals näher kennenlernen 

durfte zog es mich nun mit einem Rucksack und einer Kamera nach Porto.
Der Süden Portugals ist im Winter ebenso eine Reise Wert wie im Sommer.
Am Flughafen begrüßten mich milde 18 Grad und Sonnenschein. Die Perfekte Therapie für Vitamin D Mangel und perfekt für Fotos. Angekommen machte ich mich direkt auf den Weg in die Innenstadt. Kurz im Hotel eingecheckt, Rucksack und alles weitere unnötige im Hotel verstaut und wieder los. Das Hotel 4* "Premium Downtown Porto" ist wirklich zentral gelegen und bietet ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. Die Zimmer sind groß, die Betten wirklich bequem und alles ist sauber. Zumindest während ich dort Gast war. Fotos aus Porto leben von ihren bunten Farben, diese kommen durch die berühmten Häuser der Portwein-Promenade besonders zur Geltung. Im schönen Licht des portugiesischen Winters machte ich also die ersten Fotos. 

Der Verkehr in Porto ist üppig und laut. Viele knatternde Mopeds, alte Diesel
die man auch per Nase wahrnimmt. Es ist teilweise sehr stickig, auch weil 
viele einfach so ihren Müll auf der Straße verbrennen oder mit Holz Ihre 
Häuser heizen. Es herrscht eine gewisse "fröhliche De -und Armut". 
Viele Menschen über 50 sitzen tagsüber auf öffentlichen Plätzen zusammen und unterhalten sich. Als Nord & Mitteleuropäer ein ungewohntes Bild, in Portugal jedoch die Realität. Ich selber versuche oft auch ein paar Street-Portraits zu machen. Durch meine Größe gestaltet dies sich aber sehr schwierig. Menschen starren zuerst auf mich, dann auf die Kamera - und 
weg ist der Moment. Für Könner bietet Porto einige tolle und lebhafte Motive auf der Straße. Mir sind nur einige wenige Shots gelungen, dennoch möchte ich euch diese nicht vorenthalten. Nach einer kurzen Stärkung in einem lokalen Restaurant ging ich auf  den Mercado do Bolhão. Dort klappte es dann auch mit dem Street-Portrait. Nicht ganz like Steve McCurry aber schon ok. 

 

Der Sonnenuntergang war für ca. 17.30 Uhr vorhergesagt. Ich entschied mich 
die restliche Zeit das treiben auf dem Douro von der Brücke Ponte Dom Luis I
aus zu beobachten. Interessanterweise fuhren keine Flusskreuzfahrtschiffe. 
Lediglich kleine Fähren und Fischerboote pendelten zwischen den Ufern oder 
tuckerten gemächlich über den Fluss. Gar nicht mal so umentspannt.
Aus luftiger Höhe sieht das nämlich alles total winzig und spannend aus. 
Beeindruckt von den fotografischen Möglichkeiten machte ich noch ein paar 
Fotos kurz vor Sonnenuntergang, bevor ich mich dann final auf den Weg zurück in die Downtown Portos begab. Dort angekommen musste ich mich kurz an meinen Trip nach Lissabon erinnern. Viele alte Mercedes-Benz prägen 
das Straßenbild. Viele sehr rostig und verbeult, manchmal - wenn man die Augen danach aufhält gibt es aber auch gut erhaltene Exemplare - ein wunderschöner 123 stand also mit leicht eingeschlagenen Rädern am Straßenrand. Übrigens fotografiert es sich mit Musik im Ohr viel besser! 

 


Mercado do Bolhão